Kultur

 

Warum wir Wert auf Kulturelle Bildung legen? Viele Antworten finden sich in diesem Flyer!

 

JeKI – Jedem Kind ein Instrument

Seit vielen Jahren nehmen wir am Hamburger JeKI-Projekt teil. Dadurch können wir es jedem unserer Schulkinder ermöglichen, im Laufe der Grundschulzeit intensive Erfahrungen mit einem Musikinstrument zu machen.

Den regulären Musikunterricht im Klassenverband gibt es weiterhin: mit Singen, Tanzen, Rhythmusübungen, Beschäftigung mit Komponisten und Musikwerken.

Mit dem JeKI-Unterricht kommen neue Möglichkeiten dazu.

Alle Zweitklässler lernen in Halbgruppen in einer Stunde pro Woche unterschiedliche Instrumente näher kennen: die Gitarre, die Trommeln und Glockenspiele, die Geige sowie die Blockflöte.

Sie erforschen das Instrument, probieren aus, wie es klingt, spielen erste Töne, machen in einem kleinen `Klassenorchester´ miteinander Musik.

Im Februar entscheidet sich jedes Kind der zweiten Klassen: „Dieses Instrument will ich lernen!“

In der 3. und 4. Klassenstufe bekommt es dann Unterricht auf dem gewählten Instrument in einer kleinen Gruppe (ca. 7 Kinder).

Dazu bekommt die Schülerin oder der Schüler das jeweilige Instrument von der Schule ausgeliehen. Nun wird auch zu Hause geübt, es werden praktisch Noten gelernt und das Zusammenspiel mit anderen wird ausgebaut.

In kleinen Vorspielen zeigen sich die Kinder gegenseitig, was sie gelernt haben. Besonders die Musikstücke, die alle zusammen auf verschiedenen Instrumenten spielen, machen viel Spaß.

Dabei erleben wir immer wieder, das Musikmachen manchmal einfach glücklich macht! 

Ansprechpartnerin für Musik und. JeKI: Beate Reinhardt

 

Kulturpass

Seit drei Jahren sind wir eine KULTURSCHULE.

In diesem Jahr starten wir mit unserem KulturPass. Der KulturPass ist eine „Schatzkiste“, in dem wir mit den Kindern gemeinsam sammeln, was sie in ihrer Zeit an der HWS kulturell erleben und lernen.

Um die Vielfältigkeit der kulturellen Angebote zu dokumentieren und zu reflektieren, haben wir diesen KulturPass entwickelt. Wir wollen so gemeinsam erforschen, was Kultur an der Heinrich-Wolgast-Schule bedeutet.

Kunst und Kultur spielen im Schulalltag eine wichtige Rolle und machen sich in den unterschiedlichsten Situationen bemerkbar. Wie zum Beispiel in

o   den Kulturwochen,

o   Kultur-Ausflügen (Theater, Museen, etc.),

o   dem Unterricht,

o   JeKi,

o   der Malschule,

um nur einige der kulturellen Ereignisse zu nennen.

Der KulturPass soll genauso lebendig sein, wie das kulturelle Leben an der Heinrich-Wolgast-Schule.

Als Eltern haben Sie die Möglichkeit, den KulturPass Ihres Kindes in der Schule einzusehen. Natürlich kann der Pass auch mit privaten Kulturerlebnissen (Theaterbesucheetc.)  erweitert werden.

Am Ende der Grundschulzeit könnt ihr die ganz eigenen kulturellen Schätze mitnehmen.

Wir wünschen Euch, Ihnen und uns viel Spaß im Umgang mit Eurem KulturPass.

Das Kulturteam der HWS

 

KulturSinn SinnKultur 

Mehr zu hören als zu reden - solches lehrt uns die Natur:

sie versah uns mit zwei Ohren, doch mit einer Zunge nur.

(Gottfried Keller)

 

Nachdem wir an der HWS unterschiedliche Formate großer kultureller Projekte ausprobiert haben, möchten wir mit KulturSinn SinnKultur ein Format für die nächsten Jahre etablieren.

Im schulinternen Entwicklungsprozess haben wir das Motto unserer Kulturschule von „Kultur der Stille“ Zu „Kultur der Sinne“ erweitert. Dies erlaubt eine wesentlich grundschulgerechtere Themenfindung und eine bessere Einbindung der Schulgemeinschaft.

Jedes Jahr im April wird es, für die gesamte Schule, Projekttage zu einem Sinn geben. Allen Projekttagen wird ein Oberthema gemein sein. Diesem Thema wird sich dann über die unterschiedlichen Künste genährt. Hierbei stehen Theater, Tanz, Musik, Performance, Darstellende Kunst und Literatur im Vordergrund. Welcher ästhetische Weg gewählt wird entscheidet die jeweilige Lerngruppe mithilfe ihrer Lehrerin. Wichtig ist nur, dass in den 4 Grundschuljahren eines Kindes möglichst unterschiedliche Kunstformen ausprobiert werden.

In diesem Schuljahr starten wir mit dem Sinn „Hören“. Dadurch, dass die gesamte Schule zu einem Thema arbeitet, sich diesem aber mit unterschiedlichen ästhetischen Mitteln befasst, hoffen wir auf ein breites Spektrum der Erfahrungen und Eindrücke. Für Teilnehmende, sowie auch für Besucher_innen.

Einige Gruppen werden mit externen Künstler_innen zusammen arbeiten  - andere schöpfen aus ihrem eigenen Kreativpotential.

Dadurch, dass schon zu Beginn des Schuljahres feststeht, zu welchem Sinn die Kulturtage im April stattfinden, werden sich kleine aber feine Spuren durch das Jahr ziehen, welche zu den Projekttagen führen und langsam einen immer breiteren Weg im Schuljahreslauf bereiten.

 

 

Kulturwoche 2016

Im April 2016 wird die, ja wir können fast sagen, traditionelle, Kulturwoche an der HWS stattfinden. Erneut werden wir mit externen Künstler_innen kooperieren. Erneut werden wir intensiv in die Welt des Theaters, des Tanzes, der Kunst, der Performance, des Films, der Photographie und der Musik vordringen. Erneut werden Kunst und Pädagogik sich gegenseitig befruchten. Erneut werden wir viel lernen. Erneut werden wir sehr viel Spaß haben!

Also alles beim alten?

Nein!

Nachdem die vergangenen Kulturwochen stets unter einem gemeinsamen Motto standen (Sinne), ergibt es Sinn, dass in der kommenden Kulturwoche sich jeder Jahrgang selbst eine gemeinsame „Überschrift“ gibt, zu der sie arbeiten möchten. Ich bin Ich, Märchen, Zeit und Hamburg werden die Themen sein denen wir uns künstlerisch nähern möchten.

Auch wird in dieser Kulturwoche nicht jede Klasse von einer Künstler_in begleitet werden, sondern jeder Jahrgang bekommt eine Künstler_in an seine Seite. Derweil haben wir so viel Kreativpotential im Kollegium, welches wir intensiver nutzen möchten. Die Künstler_innen sollen stärker in die beratende Rolle kommen als nur in die durchführende.

Zudem ist geplant, dass die einzelnen Klassen schon im Januar mit ihren Vorhaben starten, zunächst mit 2-3 Stunden in der Woche um dann die Arbeit in der Kulturwoche zu verdichten.

Auch bei der Präsentation wird sich einiges ändern. Es soll möglich gemacht werden, dass möglichst ALLE ALLES sehen können.

Sie dürfen gespannt sein. Wir sind es auch.

 

Das Kulturteam der HWS

 

Malschule

Kooperationsprojekt mit der Künstlerin Anja Grosse und der Hamburger Kunsthalle

 

Seit vielen Jahren besuchen die 2. Und 4. Klassen  jeweils 5 Mal hintereinander in die Hamburger Kunsthalle.

Dabei führe ich die Kinder durch die Kunst vom Mittelalter bis zur Gegenwart.
Anschließend oder währenddessen arbeite ich praktisch mit ihnen.
Es werden meistens einige ausgewählte Werke betrachtet und über die Bilder Gespräche geführt und danach wird entweder in den Malschulräumen oder im Museum direkt vor den Originalen gearbeitet.
Der praktische Teil bezieht sich immer auf das Gesehene. 

 

Die Besuche schulen die Kinder in vielerlei Hinsicht. Freies Formulieren, genaues Beschreiben, analytisches Vorgehen, Beschreiben der eigenen Gefühlswelt und Erlebnisse, um nur einige Beispiele zu nennen. Sogar Wissenschaft und Mathematik finden Eingang in unsere vielschichtigen  Gespräche.
Dabei spielt auch die Besprechung der eigenen Arbeiten eine große Rolle.

Die Besuche in der Kunsthalle eröffnen den Kindern die Möglichkeit, die „hohe Kultur der Großen“ als eigenes Betätigungsfeld für sich zu entdecken. 

Durch diese besondere künstlerische Auseinandersetzung beobachtet man nachhaltige Veränderungen der Kinder nicht nur im künstlerischen, sondern auch in vielen anderen Bereichen, vor allem aber im Beobachten der Umwelt und einem bewussten Umgang mit ihr.

 

Christentum und Islam haben die gleichen Wurzeln, was in den mittelalterlichen Bildern deutlich zu sehen ist, und so kommt es vor den Kunstwerken alter und neuer Meister immer wieder zu  kontroversen und fruchtbaren Debatten über Tabus und Werte, was eine hohe integrative Wirkung hat.
Ich freue mich darauf, die Zusammenarbeit mit der Heinrich-Wolgast-Schule in den kommenden Jahren fortzusetzen.

Anja Grosse